Empfehlungen zur Ernährung bei genetisch bedingter Prädisposition für ein breites Spektrum an Zivilisationserkrankungen

 

Bei dem Vergleich der Volksgesundheit von heute noch existierenden „primitiven“ und „zivilisierten“ Völkern fällt auf, dass diejenigen, die sich „ursprünglich“ ernähren - also fett- und proteinreich – bei gleichem Lebensalter so gut wie keine sogenannten Zivilisationskrankheiten entwickeln. Im Rahmen der „Zivilisierung“ und der zunehmenden Lebensmittelverarbeitung nimmt der Anteil an Erkrankungsfällen drastisch zu. Nahezu gleichzeitig steigt die Fallanzahl der Zivilisationskrankheiten, d.h. Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus Typ II, Gicht, neurodegenerative Erkrankungen wie M. Alzheimer und M. Parkinson sowie Krebserkrankungen an. Der entscheidende Unterschied ist die rasante Zunahme von Kohlenhydraten in der Ernährung „zivilisierter“ Gesellschaften und hier allen voran raffinierte Zucker (v. a. Haushaltszucker und Fruchtzucker) und Produkte aus weißem Mehl. Evolutionsbedingt sind die Menschen noch nicht annähernd an diese relativ „neuen“ Nährstoffe gewöhnt, die vor ca. 10.000 Jahren mit dem Beginn des Ackerbaus in die menschliche Ernährung Einzug hielten; die Gene brauchen vielmehr einige Hunderttausend Jahre, um sich anpassen zu können.

Die Kohlenhydrat-Anteile in der Ernährung bewirken die Ausschüttung eines Körperhormons über die Bauchspeicheldrüse, das Insulin. Dieses Hormon ist bemerkenswert, denn es koordiniert und kontrolliert alle Stoffwechselvorgänge, die mit der täglichen Nahrungsaufnahme zu tun haben, nämlich dem Zucker-, dem Fett- und dem Proteinstoffwechsel. Es reguliert die Speicherung bzw. die Nutzung der zugeführten Nahrungsbestandteile, insbesondere der Fette und Kohlenhydrate, mittels Leber und Nieren und gewährleistet eine fein ausbalancierte Homöostase, deren Störung schwerwiegende physiologische Folgen haben kann. Die zugrundeliegenden Mechanismen der wichtigsten Folgeerkrankungen werden im Folgenden kurz dargestellt.

 

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